Sie reden, als käme es vom Himmel

Im 73. Psalm beklagt sich der Dichter, daß eine arrogante, oberflächliche und religionsferne Oberschicht scheinbar erfolgreich ist – und erkennt, daß Neid dumm ist und daß er selbst, nicht die alberne High Society, allein durch sein Gottvertrauen in der besseren Lage ist.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Sie reden, als käme es vom Himmel

  1. Bettina Klix schreibt:

    Leider ist mein Kommentar von vorhin verschwunden: die Kurzversion: Auf diesen Psalm warte ich schon die ganze Zeit ungeduldig. Sehr schön hast Du das Wichtigste in der Einleitung und in Deiner Betonung herausgearbeitet. Ich wurde auf diesen Psalm hingewiesen durch Martin Bubers Buch „Recht und Unrecht. Deutung einiger Psalmen“, der auch bei der Grablegung Franz Rosenzweigs auf seinen Wunsch hin von Buber gesprochen wurde. Bubers Übersetzung setzt wieder einen anderen Akzent, doch arbeitet er auch das heraus was wichtig ist: wer seine Geschöpflichkeit vergisst, entscheidet sich für das, was keinen Bestand hat.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Die Buber-Rosenzweig-Übersetzung ist ja etwas ganz Besonderes.
      Ich freue mich, daß Dir meine Rezitation gefällt! Das mit dem verschwundenen Kommentar ist sonderbar, er war auch im Spamordner nicht zu finden.

      • Bettina Klix schreibt:

        Es ist kein Zufall, dass dieser Psalm immer wieder ins Spiel kommt, wenn es um das Böse geht – und die Unbeständigkeit seines „Erfolgs“. Gerade habe ich bei Markus Spieker in seinem Buch über das Böse auch einen Hinweis auf den 73. gefunden. Mir hat Bubers Deutung sehr geholfen, ein Buch zu verstehen, dass das Leben eines Gottlosen schildert, Rainald Goetz‘ „Johann Holtrop“, – ohne dass sich der Autor das ausdrücklich zum Ziel gesetzt hätte. Hier zu finden:
        http://www.solon-line.de/2013/09/07/ein-kleines-bild-von-meese-vor-dem-tresor/

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