Meine Katze dichtet jetzt auch Sonette.

Dadurch weiß ich endlich, wie sie mich einschätzt. Na, danke, Lena! Dafür reiß ich mir aber deine Autorenrechte unter den Nagel.

Die Katze spricht

Das ist mein Mensch. Er frißt die ganze Zeit,
Ist groß und plump und sieht nicht sehr genau.
Die Vorderpfoten nutzt er flink und schlau,
Sonst aber reicht sein Hirn nicht eben weit.

Wir teilen einen trocknen, warmen Bau.
Er frißt mir Thunfisch weg. Das gibt dann Streit,
Doch ist zum Streicheln er danach bereit,
So kommts, daß ich ihm meistens doch vertrau.

Nur oben auf dem Kopf wächst ihm noch Fell,
Da er es schätzt, mit Wasser sich zu putzen –
So muß er sich in fremde Felle hüllen.

Er macht viel Krach, ist nicht besonders schnell,
Doch hält er warm und hat auch sonst viel Nutzen.
Sein Daseinszweck ist, mir den Napf zu füllen.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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4 Antworten zu Meine Katze dichtet jetzt auch Sonette.

  1. Karl Eduard schreibt:

    Das macht der Mensch aber gerne. Oder?

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