Vierter Sonntag im Advent

Advent – Sonettenkranz
Meistersonett

Der Herr ist Menschenohnmacht selbst geworden,
Er fordert unsre Liebe als ein Kind,
Bedürftig, hungrig, süß – wie Kinder sind,
So rührt Er uns, läßt Liebe überborden.

Dies Kleine, das die Herzen leicht gewinnt,
(Und trotzdem drohen Ihm die Söldnerhorden),
Dies Licht von Osten leuchtet uns im Norden.
Kein Wahrheitssucher, der dem Licht entrinnt!

Der ewig große Gott in hoher Macht,
Der alles weiß und voraus hat bedacht,
Er wurde Mensch, um Menschen anzurühren.

Er hat Maria mit dem Geist betaut,
Er hat aus Kinderaugen uns geschaut,
Um uns in Seine Liebe heimzuführen.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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5 Antworten zu Vierter Sonntag im Advent

  1. Voll komisch, am Rhein ist schon der Vierte!

  2. Es kommt ein Schiff geladen
    Bis an den höchsten Bord….
    – ich werde heute abend am Meer stehen und nach diesem Schiff Ausschau halten. Hier im Internet sehe ich es schon in Deinen wunderschönen Texten zum Advent. Lieben Dank dafür.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Gerne!
      Der Blick aufs Meer und dann dies immer wieder schöne Rauschen der Brandung – einfach herrliche Dinge.

      • Es war superschön oben in Warnemünde am Strand. Straffer West, rauschendes Meer, die Befeuerung der Schiffahrtslinie bis zum Horizont, der Leuchtturm, der TeePott und der Mond vor mystischem Gewölk. Da hatte ich in diesem Jahr die erste weihnachtliche Stunde. Es kommt ein Schiff geladen…

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