Hörnchenversorgung

Ich glaube, für die Hörnchen ist mein Fensterbrett ein Sanssouci, ein Paradies, wo ihnen vor den Augen ihrer Feinde der Tisch gedeckt wird. Trotzdem haben sie vor mir ein wenig Angst, sie trauen mir nicht ganz über den Weg. Ich könnte ja unlautere Nebenabsichten haben.



Advertisements

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Hörnchenversorgung

  1. Brettenbacher schreibt:

    Ihre Eichhörnchen-Sympathie teilen Sie , diagonal durch Deutschland hin und durch vergangne Jahre, auch mit Reinhold Schneider, der in seiner Klause am Lorettoberg in Freiburg sich des Besuches der buschigen Muntren so manchesmal erfreute. Seine Nachbarin, Maria van
    Look, erzählt, er habe einmal bei einem der( seltenen) Treffen mit Heidegger diesem zum Besten gegeben, seit „Vom Wesen des Grundes“ aufgeschlagen auf seinem Schreibtisch liege, halte das munterste unter ihnen immer eben davor inne und äuge manchmal minutenlang.
    So daß der Gastgeber nicht umhin könne, beim Gast die größere philosophische Kapazität zu vermuten.
    Den Grad der Süße oder Säure des Lächelns Heideggers, oder ob er überhaupt gelächelt, ist nicht mehr zu ermitteln. Aus dem selben schönen Buch (Maria van Look, Jahre der Freundschaft mit Reinhold Schneider) erfahren wir aber noch, daß die „Kalewala “ diese Tierchen „Landesfreude“ und „Flammen der Bäume“ nenne.
    Gruß aus Emmendingen
    und alles Gute für’s Neue Jahr
    der Brettenbacher

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Herzlichen Dank für diesen schönen Hinweis! Mit Reinhold Schneider teile ich gern etwas Schönes. Und die poetischen Eichhörnchen-Beinamen der Kalewala gefallen mir sehr.

      • Brettenbacher schreibt:

        Daß Sie mit Reinhold Schneider nicht nur die Eichhörnchen-Freundschaft teilen, weiß ja jeder (zureichend) Gebildete, will sagen, jeder der weiß, daß ein Sonett keine Damenklarinette ist

  2. Flammen der Bäume – find ich gut, und daß das in der Kalevala steht auch. Jetzt, wo es ja nichtmal kalt wird im diesjährigen Winter, wirst Du die Tierchen wohl auch weiterhin verpflegen müssen, weil sie ja schon an April denken und gar nicht auf RuheModus umschalten können. Aber es ist sehr schön, Deine immer wieder neuen EichkaterBilder hier zu sehen. GLGr. aus dem Pommerschen PlattLand vom Wolfgang.

Kommentare sind geschlossen.