Sternsingerbesuch

Zum ersten Mal im Leben hatte ich Sternsingerbesuch – nicht weil ich so abgelegen wohne, sondern weil ich mich zum ersten Mal in die entsprechende Liste eingetragen habe.
Ursprünglich ein Heischebrauch, wie in Otfried Preußlers Krabat beschrieben, wurde das Sternsingen im 19. Jh. von der 15jährigen Auguste von Sartorius zu einem Hilfswerk für Kinder in Not organisiert. Heute sind die Sternsinger in ganz Deutschland unterwegs, Kinder, die für Kinder sammeln – getragen von Gemeinschaft und Gebet. Die jungen Könige haben meine Tür gesegnet und sie mit dem 20*C+M+B+14 bezeichnet – mit der Jahreszahl, dem Stern von Bethlehem und dem Kreuz sowie dem Kürzel für Christus mansionem benedicat – Christus segne das Haus. Dabei hatte ich die Wahl zwischen Kreide und Aufkleber, entschied mich für Kreide – und als die auf dem Türlack nicht hielt, hatten sie auch noch schwarze Aufkleber, auf die sie mit Kreide schreiben können. Das nenn ich praktisch denkende Sternsinger!

Gesammelt haben sie für die Flüchtlingskinder von Malawi. Gebe Gott, daß jene Kinder leben können!

Den Gesang begleitete ein freundlicher Erwachsener auf der Gitarre – und sie haben hübsch gesungen, fröhlich gelacht, die Stelle wiederholt, die sie nicht genug hatten üben können, und mir wirklich Freude gemacht. Und natürlich bekamen die fleißigen Missionare nicht nur Geld für die Mission, sondern auch Kekse, die ich gestern gebacken habe. Das haben sie sich redlich verdient!

Gott segne die Kinder und erhalte ihnen ihre Freude am Glauben.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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