Genderkrempel

Liebe Genderfachleute,

nun redet Ihr schon seit geraumer Zeit darüber und daraufhin, daß biologische Gegebenheiten selbstgewählt und manipulierbar sind, daß jede Spielart von Sex genau gleich gut ist, daß man ohne Binnen-I keine Demokratie hinbekommt und daß ich mich nur deshalb als Frau fühle, weil ich so erzogen worden bin und zu fremdbestimmt, meine Männlichkeit in Erwägung zu ziehen.

Liebe Genderfachleute, Ihr nervt.

Ich definiere mich nicht über meine Ovarien. Allerdings behaupte ich auch nicht, keine zu haben.
Es behauptet ja auch kein Fachmann für Genderdingens, er habe keine Eier.

Ich war weiblich, als damals Eizelle und Sperma sich verbanden. Ich werde als Frau sterben. Und die ganze Zeit dazwischen bin ich auch weiblich. Wenn Ihr, liebe Genderfachleute, das nicht versteht, lest ein Biologiebuch oder meinetwegen auch die Biene Maja, da ist das ziemlich gut erklärt.

Ich bin viel zu emanzipiert, euren frauenfeindlichen, männerfeindlichen und im Grunde auch sexualfeindlichen Schwachsinn mitzumachen. Ich bin nicht euer verhuschtes Neutrum, ich bin ich selbst. Ich mit meinen Sünden, meinen Schwächen, meinem Leib, meiner Seele, meinem Wissen, meinem Glauben, meinem Fühlen, meinem Denken – und meinen Ovarien.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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5 Antworten zu Genderkrempel

  1. Telefon schreibt:

    „Ich definiere mich nicht über meine Ovarien.“

    Wir definieren uns über Zugehörigkeiten. Und das ist ein ziemlich dickes Brett.

  2. Spruance schreibt:

    Gut so!

  3. q____q schreibt:
  4. Zwetschgenkrampus schreibt:

    Zwar nur ein kleiner Bruchteil der ganzen aberwitzigen (und Arbeitsplätze für Gender-Fachleute sichernden) „Genderei“, aber als Symbol gut zu gebrauchen, weil zahlreichen Zeitgenossen bekannt, wenn auch nicht sympathisch: Das Binnen-I. In Österreich ist eine Debatte darum losgebrochen; warum? Nun, eine Sprachwissenschaftlerin (also mit Ovarien, aber auch mit Hirn und Courage) hat es gewagt, sich gegen den vulgärfeministische Konsens auszusprechen. Öffentlich. Mit einem Textvorschlag für eine Ö-Norm (Äquivalent zu DIN):

    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/615795_Das-Ende-des-Binnen-I.html
    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/616367_Welcher-Frau-hat-Binnen-I-zu-besserem-Job-verholfen.html

    Mehr hat’s nicht gebraucht. Die Treibjagd ist eröffnet.

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