Montag der fünften Fastenwoche

Jeshua ben Dawid

Was du mir sagst, nicht immer leicht zu fassen,
in Bildern spätantiken Morgenlandes –
ich hör es in den Feiern des Verbandes,
auf den ich dir zulieb mich eingelassen.

Ich lese es in schönen alten Sprachen
und werde froh und traurig überm Lesen:
Wie oft ist andres über mir gewesen
als Liebe, wenn das gute Brot wir brachen.

Ob du ein Gott bist, weiß ich nicht zu sagen,
doch deine Worte, diese guten, hellen,
im hadervollen wirren Weltgetriebe

sind göttlich schön und lassen mich ertragen
mit Tapferkeit und Nachsicht die Gesellen,
die ich nicht lieben kann. Denn du bist Liebe.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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