Ein Feuerwehrauto

An der Bundesallee, die ich fast täglich begehe, steht ein schönes altes Feuerwehrauto.



Leider hat irgendjemand schon zweimal einen Reifen zerstochen – und der Besitzer reagiert darauf in vorbildlicher Weise:

Liebe Nachbarn,
leider wurde bei unserem Feuerwehrauto in der Nacht vom 03.06. zum 04.06.2014 bereits zum zweiten Mal ein Reifen zerstochen. Wir können dieses unsinnige Zerstören nicht nachvollziehen.
Wir bitten Sie um Mithilfe. Sollte Ihnen in der Nacht etwas aufgefallen sein, würden wir uns über eine Mitteilung freuen. Sie erreichen uns tagsüber im Büro Standke

Mit freundlichen Grüßen
Karsten Standke

Sehr geehrter Verursacher der Sachbeschädigung:
Wenn irgend ein Verhalten von uns Sie stört oder verletzt haben sollte, ist uns das nicht bewußt.
Wir können nur rätseln, was mit der sinnlosen Zerstörung der Reifen bezweckt werden soll.
Da wir noch immer nicht wissen, wo das Problem liegt, würden wir uns freuen, wen Sie uns dieses mitteilen, dann haben wir zumindest eine Chance darauf zu reagieren.
Wenn Ihnen die Courage zum offenen Dialog fehlt, dann stecken Sie uns doch bitte eine Nachricht in die Hülle unter der Windschutzscheibe oder rufen Sie uns an oder schicken uns eine SMS auf die Nummer …..
Mit freundlichen Grüßen
Karsten Standke

Ich wünsche Herrn Standke, daß die Sache sich aufklärt und sein schönes Auto künftig verschont bleibt.
Dem Reifenzerstecher wünsche ich, daß er sich ein Herz faßt und seine Probleme klärt.
Uns allen wünsche ich, mit Ärger so gut umzugehen.

Advertisements

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Ein Feuerwehrauto

  1. Und immer im Schutze der Dunkelheit treiben sich die finstren Gestalten herum, beschmieren Hauswände, Zugfenster, zerstören Dinge, die sie selbst gern hätten, aber wohl nie erreichen werden. Was sich nicht klauen läßt, kann man ja wenigstens unbrauchbar machen. Gesunden Menschenverstand suchen wir bei solchen Leuten leider vergeblich. Vielleicht ist das auch ein Ergebnis der der rigorosen Kürzung „unten“ auf daß „oben“ noch mehr Millionen gescheffelt werden. Die **U an der Spitze der Regierung regiert sauber durch, macht den großen Kotau vor der Industrie und Energiewirtschaft, ebnet alle Wege, die die Bevölkerung nicht will. Es ist eben auch deshalb kein Geld da, um eine marode Schulsporthalle zu sanieren. Stattdessen schickt D-Land seine Landwehrmänner an Orte der Welt, wo sie gar nichts verloren haben. Nur doof, daß sich der Frust Einiger dann an zum Beispiel diesem historischen Feuerwehrauto austobt.
    Andererseits finden anscheinend ja alle gut, daß sie von der Kanzlerin verar***t werden – zumindest gut 40%(in Pommern noch mehr). Lieben Gruß vom Wolfgang aus dem Pommerschen PlattLand.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      „Was sich nicht klauen läßt, kann man ja wenigstens unbrauchbar machen.“ – Ich fürchte, damit hast Du ein sehr häufiges Motiv für solche Gemeinheiten angegeben.

Kommentare sind geschlossen.