Jesus – Sonettenkranz IX

IX

Du, Herr, bist alles. Außer Dir nur Leere.
Ich weiß: Das sagt sich leicht an vollen Tischen.
Ich hab genug an Brot und Wein und Fischen,
Weiß nicht, wie ich in tiefsten Nöten wäre.

Ich bitt Dich, mein Gewissen aufzufrischen.
Nimm meinem Geist die Eigensucht und Schwere,
Mein Selbstmitleid und meinen Stolz verwehre.
Wo ich das Böse will, wirf Dich dazwischen.

Wo Du bist, werden Leid und Tod vergehen.
Mit Deiner Hilfe kann ich Leben schützen,
Kann Leidenden mit Trost und Hilfe nützen.

Kein Schutz, kein Trost ist ohne Deinen Geist.
Die ganze Welt wär ohne Dich verwaist.
Wo Du nicht bist, kann Leben nicht bestehen.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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