Jesus – Sonettenkranz XI

XI

Was Du nicht hältst und leitest, muß verwehen.
Das Stärkste würde ohne Dich verhallen,
Doch Du bist Leben, und Du gibst Dich allen.
Der Schwächste kann in Deiner Hand bestehen.

Wo Hass und Machtgier sich zusammenballen,
Wo sie gemeinsam über Leichen gehen,
Hilf uns, mit Klugheit Armen beizustehen,
Lass die verfolgte Kirche nicht zerfallen!

Bereite und beschreite ich die Pfade,
Die mich und andre ins Verderben führen,
So hilf mir, Dich von neuem aufzuspüren.

Ich will Dich nicht verlassen. Ich bin Dein.
Hilf mir, zu Deiner Freude Mensch zu sein!
Du leidest, wenn ich mir und andern schade.

© Claudia Sperlich

Advertisements

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.