Jesus – Sonettenkranz XII

XII

Du leidest, wenn ich mir und andern schade.
Du willst mein ganzes Handeln und Bestreben.
Ich soll dem Nächsten dienen und vergeben –
Du machst es vor und lockst auf Deine Pfade.

In alter spießiger Gewohnheit kleben
Ist so bequem! Der Weg ist so gerade –
So grade fort von Dir. Herr Jesus, lade
Mich neu auf Deinen steilen Weg zum Leben.

Auf meinem Acker blühen Klee und Rade,
Der Zorn, die Eitelkeit und meine Süchte,
Bedrängen und ersticken bessre Früchte.

Ich wär verloren ohne Dein Erbarmen.
Du aber hältst mich fest in Deinen Armen,
Du überschüttest mich mit Deiner Gnade.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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