Ein einsamer Tüftler

Vor 61 Jahren starb Richard Pearse, der bereits neun Monate vor den Gebrüdern Wright eine von ihm erfundene und gebaute Flugmaschine gestartet hatte. (Genaueres in den verlinkten Artikeln; Wikipedia stützt sich im Wesentlichen auf den englischsprachigen Artikel aus Pearses Heimat Neuseeland.)
Leider gibt es hierüber zwar reichlich Zeugenaussagen, aber keine Bilder – Photoapparate waren unter neuseeländischen Landwirten nicht so üblich.
Ein Tüftler war er seit Kindertagen – damals hatte er ein flugfähiges mechanisches Spielzeug gebastelt -, er baute ein Bambusfahrrad und erfand verschiedene Landwirtschaftsmaschinen. Der Traum vom Fliegen begleitete ihn weiter. Er baute ein kleines Motorflugzeug, das Utility Plane, von dem er hoffte, es werde einst in jeder Garage stehen.
Ob ihm der Spott der Nachbarn oder die mangelnde Anerkennung oder die Tatsache, daß andere Erfinder erfolgreicher waren mehr zugesetzt haben, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde er immer mürrischer und verschlossener und entwickelte zuletzt eine Psychose. Er starb in einer Nervenklinik.

Bis heute überlebt hat von seinen vielen Erfindungen nur die bis heute unveränderte Einfädelhilfe, die er für seine Mutter gemacht hatte.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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