Guten Morgen!

Morgenrot

So beginnt ein Tag gut:
Früh aufstehen, Laudes, Kaffee mit Blick aus dem Fenster nach Osten, am PC den Freunden guten Morgen wünschen und ein paar Nachrichten lesen (und aushalten), zur Messe gehen.
Ich kann es nur empfehlen.
Eines der schönsten Morgenlieder schrieb Georg Niege:

Aus meines Herzens Grunde
sag ich Dir Lob und Dank
in dieser Morgenstunde
dazu mein Leben lang,
Dir, Gott, in Deinem Thron,
zu Lob und Preis und Ehren
durch Christum, unsern Herren,
Dein eingebornen Sohn,

daß Du mich hast aus Gnaden
in der vergangnen Nacht
vor G’fahr und allem Schaden
behütet und bewacht.
Demütig bitt ich Dich,
wollst mir mein Sünd vergeben,
womit in diesem Leben
ich hab erzürnet Dich.

Du wollest auch behüten
mich gnädig diesen Tag
vors Teufels List und Wüten,
vor Sünden und vor Schmach,
vor Feur und Wassersnot,
vor Armut und vor Schanden,
vor Ketten und vor Banden,
vor bösem schnellem Tod.

Gott will ich lassen raten,
denn Er all Ding vermag.
Er segne meine Taten
an diesem neuen Tag;
Ihm hab ich heimgestellt
mein Leib, mein Seel, mein Leben
und was Er sonst gegeben;
Er machs, wies Ihm gefällt.

Darauf so sprech ich Amen
und zweifle nicht daran.
Gott wird es alls zusammen
in Gnaden sehen an;
und streck nun aus mein Hand,
greif an das Werk mit Freuden,
dazu mich Gott beschieden
in mein Beruf und Stand.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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