Gott sieht Seinen Ruhm darin, uns glücklich zu machen

Vor 318 Jahren wurde Alfonso Maria de Liguori als Kind reicher Adliger geboren.
Auf väterlichen Wunsch studierte er Jura und war mit ganzen sechzehn Jahren Doktor des weltlichen und kanonischen Rechts und wurde Anwalt.

Er vernahm den Ruf Gottes, gab seinen Besitz und seine Ansprüche ab und studierte Theologie. Als Priester wandte er sich gegen soziale Ungerechtigkeit und gegen ein beängstigendes Gottesbild. In der Folge kümmerte er sich um Arme, die häufig kaum etwas über ihre Religion wußten, und brachte ihnen den liebenden Gott nahe statt der seinerzeit üblichen Vorstellung eines rigiden und strafenden Gottes. Er gründete den Orden der Redemptoristen, dessen Aufgabe die Armenseelsorge ist.

Liguoris Schrift Der Wille Gottes, der auch die Überschrift entstammt, beginnt:

Unsere ganze Vollkommenheit besteht darin, unseren über alles liebenswerten Gott zu lieben: die Liebe ist das Band der Vollkommenheit (Kolosserbrief 3,14). Nun, unseren Willen mit dem allheiligen Willen Gottes zu vereinigen: Das ist die ganze Vollkommenheit der göttlichen Liebe. Die hauptsächliche Wirkung der Liebe, so lehrt der hl. Dionysius, ist genau dies: Die Vereinigung der Willen, so dass bei denen, die sich lieben, nur mehr ein Wille bleibt. Je mehr also eine Seele dem göttlichen Willen geeint ist, um so größer wird ihre Liebe sein.

Einer der schönsten Gesänge über die Eucharistie stammt von ihm; Original und meine Übersetzung sind hier zu finden.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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