Gewalt

Daß Christen in Berlin sich warm anziehen müssen, und zwar lieber nicht mit ihren Lieblingspullovern, weil der Inhalt von Farbeiern so schlecht rausgeht, wurde auf dem vergangenen Marsch für das Leben und bei der vorausgehenden Beschädigung einer Kirche und Verwüstung eines Büros der Lebensschützer (einschließlich der Kleiderkammer für Babys) nicht zum ersten Mal bestätigt.
Derartige Aktionen linker, grüner, frauen-, schwulen-, lesben- etc. -bewegter Leute (hier und da eine Rempelei, ein Farbei, und naja, einige tausend tote Ungeborene und großzügige Angebote zur Euthanasie, aber das ist ja was Anderes) sind schlimm, wirken aber geradezu harmlos gegenüber der galloppierenden Gewaltgeilheit muslimischer Irrer, deren antisemitische und christenfeindliche Ausfälle immer häufiger nicht bei verbalen Angriffen stehenbleiben.
Ich habe keine Lust, Statistiken zu bemühen, die jeder, der das ernstlich möchte, finden kann. Ich habe auch keine Lust, schon wieder zu betonen, daß es selbstverständlich zahlreiche friedfertige und sympathische Muslime gibt und daß friedfertige Lesarten des Koran möglicherweise nicht unislamisch sind – weder auf Vorwürfe von dochmalsagendürfenden Pauschalverurteilern noch auf Vorwürfe von gutmenschelnden Allesrichtigfindern hin will ich das sagen müssen, und wenn es noch so wahr ist.

In Deutschland und in den meisten anderen europäischen Staaten (ausgenommen dem Vatikan) werden Christen schikaniert, weil sie Christen sind, und zwar von zwei Seiten – von gewaltbereiten Muslimen und von gegenüber den Schwächsten ebenfalls gewaltbereiten meist religionslosen Grünen und Linken. Daß die ersten vermutlich die letztgenannten abschlachten werden, wenn sie mit den Christen fertig sind, will ich nicht weiter thematisieren. Die Aussagen der Täter und Sympathisanten des IS und vergleichbarer terroristischer Organisationen sprechen für sich, ebenso der Umgang mit Christen in den Rechtssystemen und in der Rechtspraxis muslimischer Länder.

Es gibt wenig, was ich tun kann, um die genannten Irren (um sie Irrende zu nennen, bin ich heute nicht freundlich genug) aufzuhalten. Dies wenige ist: Beten, schreibend aufklären, Position beziehen. Beten scheint vielen, vielleicht den meisten, sinnlos, ist es aber meiner Ansicht nicht. Aufklären scheint den meisten Leuten sinnvoll, ich fürchte aber, daß viele, wenn nicht die meisten Menschen lieber in ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit verharren wollen. Position beziehen, also allen Mut zusammennehmen und klar aussprechen, daß ich Christin bin, ist im Großbezirk Tempelhof-Schöneberg noch nicht besonders gefährlich, aber es fällt schon auf und befremdet zuweilen.

Ich bin nicht eitel genug mir einzubilden, daß ich mit Schreiben die Welt verbessere. Aber ich werde weiterhin meine Meinung sagen und dichten, neben dem obengenannten wenigen anderen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit leben wir in der Endzeit. Es ist nicht zu erwarten, daß dies oder irgendein Land verschont bleibt von einer sich bis zum Letzten austobenden Horde, die ihre Gewaltorgien mit einem selbstgebastelten Gott rechtfertigt. Aber ich muß es trotzdem nicht erfreulich finden. Im übrigen hoffe ich, daß es nicht so schlimm kommt wie in meiner Phantasie und daß die besagten Irren wenigstens im letzten Augenblick noch begreifen, was sie tun, und umkehren. Aber die Hoffnung hierauf wird geringer. Dafür wächst eine andere, größere Hoffnung.

Advertisements

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Leben, Tod abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Gewalt

  1. ester schreibt:

    bin beeindruckt, so wunderbar auf den Punkt gebracht, habe ich das noch nie gelesen, oder gehört

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Willkommen und Dank für das Lob.

    • cassandra_mmviii schreibt:

      ers ist erschreckend. ich hatte letzte Woche einen Berufsschullehrer, der mich im Kalauerton fragte, „oh Gott, sind Sie etwa katholisch?“ wenn ich vier Kinder hätte. „Gott sei Dank, ja“ antwortete ich. Da ist ihm der Schenkelklopfer zum Rohrkrepierer geworden, denn die Klasse saß da und nahm die Einladung nicht an. Eine Mitschülerin sagte später, ich wäre erstaunlich ruhig geblieben, sie hätte da anders reagiert.

      • Claudia Sperlich schreibt:

        Ein Pädagogikstudium ist eben kein Garant für Anstand und gute Sitten. Die Bemerkung dieses Lehrers wäre unter vier Augen schon unfreundlich genug, aber vor einer Klasse ist sie einfach nur noch grobschlächtig, so nach dem Motto „Ich zeig jetzt mal den Kindern, wie man sich ganz risikofrei über eine Religionsgemeinschaft lustig macht“.

      • cassandra_mmviii schreibt:

        Abstrus an der Sache ist, daß wir uns verpflichten mußten, auf rechtsradikale Symbole zu verzichten und tolerant zu sein gegenüber anderen und auch ihrer Kultur und Religion. Schriftlich weil Schulordnung. Müssen Lehrer so was auch unterschreiben? Oder ist das geforderte Toleranzlevel so niedrig? Hätte er eine Schülerin mit Kopftuch gefraght „Oh Gott, sind Sie etwa Muslima?“. Beim Blick über den Schulhof hielt ich den Plan einer Mitschülerin, das nächste Mal mit Magen David zu erscheinen, für gewagt. Sind wahrscheinlich nur meine Vorurteile.

  2. gerd schreibt:

    Ich teile nur bedingt ihre Einschätzung, dass die meisten Menschen in ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit verharren wollen. Zumindest was den Lebensschutz in unserem Land angeht. Man muss sich nur vor Augen halten, wie sich die Kirche in Deutschland verhalten hat, als es um den Verbleib oder Ausstieg in der staatlichen Beratungspraxis ging. (eine Zeit lang, wurden in katholischen Beratungsstellen Scheine ausgestellt, die zur Tötung ungeborenen Lebens führten und „berechtigten“) Die Unmündigkeit ist größtenteils fremd verschuldet. Das macht die Sache natürlich nicht einfacher, aber erklärt so manche Unmündigkeit der Zeitgenossen hierzulande.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Fremdverschuldet ist Unmündigkeit meiner Ansicht nach nur insofern, als die schuldhafte fremde Meinung bereitwillig angenommen wird. Man hätte aber in der Regel schon selber nachdenken können, mit möglicherweise besserem Ergebnis.

      • gerd schreibt:

        Dilemma: Für einen Katholiken kann die Meinung des eigenen Bischofs nicht so fremd und schuldhaft sein. Immerhin gilt ja erst mal das Wort Jesu: „Wer euch hört, der hört mich und den der mich gesandt hat.“ Das macht die Sache mit dem Selberdenken etwas problematisch. Aber insgesamt haben sie natürlich recht. Deswegen ist der Widerstand gegen den Marsch für das Leben so heftig und hasserfüllt.

  3. Karl Eduard schreibt:

    Diese Leute sind nicht irre. Sie befolgen nur die Anweisungen dieses Allah. Es wäre ja auch irre, einem Christen vorzuwerfen, er wäre irre, weil er die Ehe nicht bricht.

Kommentare sind geschlossen.