Sonntag und Oktobersonne

… und zauberhaft schöne Vergänglichkeit!

Parthenocissus unter dem Himmel
Jungfernrebe

Roter und gelber Feuerdorn
FeuerdornGelber Feuerdorn

Physalis
Lampionblume
PhysalisgerippePhysalis

Wohl kaum die letzte, aber eine späte Rose des Sommers
Rose

Staudensonnenblumen
StaudensonnenblumenVerblühte Staudensonnenblume

Leere Samenhüllen der Akelei
Samenhüllen der Akelei

Max Alfred Vogel
Oktober

Verborgen in des Sommers grüner Schanze
Vergaß ich ganz die Welt, der ich entrückt:
Umbuscht von hoher Wipfel dichtem Kranze,
War ich auf mich beschränkt und war beglückt.
Nun wehn die Blätter hin in buntem Tanze,
Die Sträucher rings sind trostlos kahl gepflückt.
Ein Weg, ein Fluß im feuchten Morgenglanze,
Ein Haus sind nachbarlich mir nah gerückt.

Doch sieh: es nimmt nicht nur, es schenkt auch reich
Der Herbst, läßt er die grünen Schleier fliegen.
Da schau ich auf und ahne durchs Gezweig
Ein blaues Land, das noch die Nebel wiegen.
Durch kahle Gitter dort im Nachbarreich
Am Springquell — grad als wär sie ihm entstiegen —
Seh ich ein Mädchen, schlank und nymphengleich
Sich auf die letzte rote Rose biegen.

Advertisements

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.