Herumliegende Katze

Heute früh lag die Katze immer noch unter der Badewanne, unter die sie sich gestern am frühen Nachmittag zurückgezogen hatte. Futter hatte sie seither nur unter der Wanne akzeptiert, nicht neben der Wanne oder gar außerhalb des Badezimmers. Mit Überredung und sanfter Gewalt war nichts zu machen, also kam die Dusche zum Einsatz. Wasser findet sie schädlich und bewies, daß sie nicht vollständig gelähmt ist. Sie legte sich dann neben die Badezimmertür in den Flur. Ich stellte ihr Futter dorthin, sie fraß auch etwas und legte sich dann in eine andere Ecke im Flur.
Als ich von der Kirche kam, lag sie in der Ecke direkt hinter der Wohnungstür, was ich natürlich nicht sehen konnte und sie zur Begrüßung erst einmal zwischen aufgehende Tür und Wand einklemmte, zum Glück nicht fest. Chchchchch! Aujau! war die deutliche Antwort.
Ich habe sie dann auf meinen selbstgebauten Sessel getragen (irgendwann brauch ich noch ein passendes Kissen, aber dies ist besser als nichts). Da liegt sie nun, bequemer als auf dem Boden, und findet Streicheln und Kraulen in Ordnung.
Eigentlich müßte ich sie mal wieder ausbürsten. Aber das haßt sie, und ich will jetzt lieber nichts tun, was sie nicht mag.

Lena liegt herum
Lena läßt sich kraulen
Lena läßt sich kraulen
Lena

Naja… vielleicht werde ich ja auch mal so.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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6 Antworten zu Herumliegende Katze

  1. Tanja Wendl schreibt:

    Bitte geh mit ihr zum Arzt, ich fürchte sie hat Schmerzen. Ich denke es ist besser so. Bei unserer Hündin war es damals ähnlich. Später stellte sich heraus, dass sie bereits einen großen Tumor hatte…

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Sie ist vor allem alt. Wenn es ihr Montag nicht besser geht, muß ich sie zwar zum Arzt bringen. Aber ich will ihr das lieber ersparen, sie haßt es, weggebracht und der (sehr behutsamen und freundlichen) Tierärztin ausgeliefert zu werden. Ich halte es für besser, sie nicht zusätzlich zu stressen, wenn es ihr schon nicht so gut geht.

  2. Heike Pohl schreibt:

    Hallo Claudia, ich habe seit einem Jahr auch ein todkrankes Katzentier bei mir. Unser ehemaliger Freigänger-Kater hat Leukose, dazu hatte er wohl eine Art Schlaganfall und seit einigen Tagen ist der kleine Kerl auch noch blind. Der Tierarzt wollte ihn im letzten Jahr schon einschläfern. Aber das wollte der Kater nicht. Er frisst (an manchen Tagen mehr, an anderen weniger), er hat sich sogar angewöhnt, dass Katzenklo zu nutzen, er schnurrt, er sucht Nähe, sein Fell sieht gesund aus. Er wackelt mit mir durchs Leben, darf jeden Tag an die Luft, ich bin zu seinem Blindenhund geworden.

    Was du schreibst, erinnert schon auch an ihn. Die haben vermutlich gute und schlechtere Tage. Kürzlich durfte ich ihn nicht berühren. Ich war schon in Alarmstimmung. Dann erbrach er sich, bis nichts mehr drin war, und alles war wieder gut.

    Gute Tierärzte kommen auch nach Hause. Unserer weiß, dass ich irgendwann anrufen werde, damit er meinen Kater erlöst. (Das nur, wenn das Tier nicht alleine gehen kann.) Ich bin kein Katzenkenner, aber ich würde dein Viecherl nicht nach oben legen. Wenn es ihm nicht gut geht, kann er da nur mit Problemen runter. Vielleicht mag er es auf einem Kissen nah der Heizung, wo es warm ist? Und vielleicht kannst du mit einer Extraportion seine Lebensgeister wecken? Leber. Rinderhack. Hühnchen? Irgendwas besonders Feines? Das wirkt hier immer. Patienten sind halt Patienten, ob Tier oder Mensch. Ich weiß jedenfalls, dass mein Kater ohne meine besondere Zuwendung und Aufmerksamkeit nicht mehr leben würde. Die Tiere brauchen wohl auch Impulse von außen.

    Magst du nicht vielleicht doch einen Tierarzt bemühen? Unter Umständen ist es eine Kleinigkeit, an die man einfach nicht denkt, weil man das große Ganze im Sinn hat?
    Liebe Grüße, Heike

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Dank für den Kommentar, liebe Heike!
      Sie liegt gerade dermaßen gemütlich, da will ich sie nicht weiter stören. Und sie wird beobachtet – vielleicht ist es ja Montag, wenn die Tierärztin wieder Sprechstunde hat, schon viel besser. Sonst frag ich die mal, ob sie helfen kann.

  3. C.Becker schreibt:

    Wie geht es der alten Dame Lena mittlerweile?

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