Drei Limericks

Das Grauen der letzten Tage hat nicht verhindern können, daß mir gestern abend und heute morgen blühender Unsinn einfiel. Die gestrigen Verse sind formal ein Limerick, nach dem Aufbau nicht ganz – die anderen beiden sind klassische Limericks.
Wenn das den ein oder anderen zum Schmunzeln bringt, hat es seinen Zweck erfüllt.

Ich bete jetzt die Komplet.
Ist eigentlich viel zu spät –
schon klingt mir im Ohre
die Mitternachtshore.
Nur gut, daß der Herr es versteht.

Die schönste Frau von Emsdetten
beschloß, sie wollt niemals verfetten.
Seitdem lebt sie nur
von Topinambur –
ja ist die Frau noch zu retten?

Es wollte ein Forscher in Minden
den Stein der Weisen einst finden,
doch fand er stattdessen
was? Hab ich vergessen!
Die Forscherwelt wird es verwinden.

© Claudia Sperlich

Vielleicht gelingt mir noch etwas Vergleichbares zu einer Mörderbande. Es wäre mir tröstlich, wenn mir gelänge, sie auszulachen.

Advertisements

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Drei Limericks

  1. jobo72 schreibt:

    Gute Satire entsteht aus Muße, gepaart mit Groll gegen die Welt. – Den ersten Limerick finde ich besonders gelungen – muss ich mir zu Herzen nehmen, die letzte Zeile. Ich bete nämlich die Stundengebete immer nach ganz verschiedenen Zeitzonen. 😉 LG, Josef

Kommentare sind geschlossen.