Dienstag der dritten Fastenwoche

Was uns trennt

Mein Gott – ich bitte Dich an jedem Tage,
In jeder Stunde, durch mein ganzes Leben:
Nimm, was mich von Dir trennt! Ich wills Dir geben.
Es klebt wie Pech. Und alles, was ich wage,

Mein ganzes Wissen, Können und Bestreben,
Was immer ich an Gutem tu und sage,
Was immer ich aus Liebe zu Dir trage,
Und alles Beten kann mich nicht erheben

Zu Dir, mein Gott, denn alles ist vergiftet
Von meinem Zorn, der unversöhnlich brennt,
Von meinem Hochmut, meiner Eitelkeit.

Du, Herr, hast mich zum Glauben angestiftet.
Reiß Du aus meinem Herzen, was uns trennt!
Du bist mir nah – ich bin von Dir so weit.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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