Samstag der vierten Fastenwoche

Eucharistie – Sonettenkranz
III

Du machst Dich mit des Alltags Brot gemein
Und willst Dich keinem Menschen je versagen.
Du bist der Trost in Sorgen und in Klagen.
Du bist zur Feier und zur Freude Wein.

Du pochst an meine Tür, nach mir zu fragen.
Du bittest mich, ich lasse Dich hinein.
Du bist mein Herr und willst mir dienstbar sein.
Kein andres Ziel als Dich muß ich erjagen.

Du bleibst bei mir, auch wenn mir sonst nichts bliebe.
Lass mich mit wachen Sinnen vor Dir stehen
Und nie versuchen, von Dir fortzugehen.

Schaff mir ein reines Herz, daß ich Dich liebe!
Denn Du – kann ich Dich selbst nicht würdig ehren –
Kannst Dich aus eignem Willen nicht mehr wehren.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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