Begeistert!

Pfingsten begeistert! Und zwar im Wortsinn.

Die Ausgießung des Heiligen Geistes, jenes plötzliche, gewaltige und frohe Glaubenserlebnis, betrifft alle Christen. Von lebendigmachendem, frohen Geist erfüllt, wird man fähig, von Gott zu reden, den Glauben zu verkünden – jeder auf seine Weise.

Christen sprechen oft vom Geist Gottes, sagen und singen: Sende aus Deinen Geist. Das klingt, als sei der Heilige Geist etwas, was Gott hat, so, wie man sagen kann, er hat die ganze Welt. Aber der Heilige Geist ist nicht etwas, sondern jemand, ist Gott selbst. Dennoch kann man es so sagen. Gott sendet Seinen Sohn – und Er ist der Sohn, genau so wie Er der Vater ist. Gott sendet Seinen Geist – und ist der Geist, genau so wie Er Vater und Sohn ist.

Denn Er ist der eine und dreifaltige Gott. Ich versuche es mir immer wieder klarzumachen – und kann immer wieder nur staunend vor Ihm knien und gestehen: Ich glaube es, ich vertraue fest darauf, ich bin mir dessen so sicher, wie ich sicher bin, in diesem Augenblick den scheiternden Versuch einer Erklärung zu verfassen.

Veni Sancte Spiritus! Komm, Heiliger Geist!

Komm, Heiliger Geist,
und sende vom Himmel
den Strahl deines Lichtes.

Komm, Vater der Armen,
komm, Geber der Gnaden,
komm, Licht unsrer Herzen.

Du bester Tröster,
du holder Herzensgast
und holde Erquickung.

Du Ruhe in Arbeit,
du Lindrung in Hitze
du Trost in Betrübnis.

O seligstes Licht,
zuinnerst erfülle
die Herzen der Gläubgen.

Wo du nicht waltest,
ist nichts im Menschen,
ist nichts unschädlich.

Beflecktes wasche,
Verdorrtes tränke,
Verletztes heile.

Erstarrtes rühre,
Erfrornes wärme,
Verirrtes lenke.

Gib deinen Treuen,
die dir vertrauen,
das Siebenfach Heilge.

Gib Wohltat der Tugend,
gib heiliges Sterben,
gib ewige Freude.

© der Übersetzung: Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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