Hildegard: Ein Lied und Übersetzungen

Meine Übersetzungen einiger Gedichte der Heiligen, die die katholische Kirche heute feiert, obwohl sie gar nicht heiliggesprochen wurde (denn auch die katholische Kirche übersieht manchmal etwas, aber dennoch wird Hildegard in ihr als Heilige verehrt, und zu Recht), finden sich hier.

Ergänzung: Ich wurde darauf hingewiesen, daß die Einschreibung in die Liste der Heiligen durch Papst Benedikt XVI. formal der Heiligsprechung entspricht.

Ein Lied habe ich ihr auch geschrieben – und heute morgen wurde es in meiner Kirchengemeinde gesungen.

Hildegardis
Melodie: Mein schönste Zier und Kleinod

Ein grüner Zweig an Gottes Baum,
die Augen voll von Himmelstraum,
war Hildegard von Bingen,
von Gott gestellt in diese Welt,
zu lehren und zu singen.

Sie war nicht scheu vorm Kaiserhaus
und sprach die Wahrheit frei heraus:
Gott sollst du nie verschmähen!
Du Fürst und Knecht, gib Gott das Recht!
Auf Ihn nur sollst du sehen.

O Kraft der Weisheit, die die Welt
umschließt, behütet und erhält
mit ihren goldnen Schwingen,
so Erdenlast wie Himmelsrast
wird durch sie wohl gelingen.

Ein helles Licht voll Heiterkeit
wird strahlen in der Ewigkeit
von Gott für all die Seinen.
Die Seele hat in Gottes Stadt
ein Haus von Edelsteinen.

Von ungemessner Tiefe an
bis über aller Sterne Bahn
gehn Liebe und Erbarmen.
Die Liebe hält die ganze Welt
in ihren schönen Armen.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Hildegard: Ein Lied und Übersetzungen

  1. Walter J. Schmidt schreibt:

    Ein ganz großes Danke oder noch besser „Vergelt`s Gott“ wie man vor allem hier in Bayern sagt, ist auch ein Kommentar. Vor allem für die schönen Hymnen, sowohl die Eigenen als auch die Übersetzungen.
    Im Gebete gedenkend
    P. Walter Schmidt

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