Hedwig – Versöhnerin zwischen Deutschen und Polen

Autodiebe, Pilzplünderer, schlampige Arbeiter, ungebildet…
Die Reihe der noch heute, noch jetzt unter keineswegs Ungebildeten grassierenden Vorurteile gegen Polen läßt sich sicher noch fortsetzen.

Nachdem ich in einer Diskussion derartige Vorurteile von explizit atheistischer Seite präsentiert bekam und sie von explizit christlicher Seite verteidigt wurden, habe ich mich entschlossen, auf diesen explizit katholischen Seiten ab und zu etwas über Polen zu veröffentlichen.

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Patronin der Versöhnung zwischen Deutschen und Polen ist die heutige Tagesheilige Hedwig von Andechs. Die gebürtige Bayerin hatte durch durch Heirat mit dem Herzog von Schlesien engen Kontakt zu Polen, im 12. und frühen 13. Jh. noch Missionsgebiet. Sie sorgte hingebungsvoll für Kranke und Arme, mühte sich erfolgreich um Milderung oder Umwandlung harter Strafen, und sie setzte sich für versöhnliche Töne zwischen Slawen und Deutschen ein.

Hedwig von Andechs
Melodie: Liebster Jesu, wir sind hier

Hedwig hat die Pracht der Welt
Bloßen Fußes übergangen,
Wünschte weder Schmuck noch Geld,
Gott allein galt ihr Verlangen.
Kranken half sie, gab den Armen,
Voller Liebe und Erbarmen.

Sie verstand der Menschen Not,
Stritt für Gnade und für Leben.
Wo ein hartes Urteil droht,
Bat sie, Schulden zu vergeben.
Heilger Geist hat sie getrieben,
Aufzubauen und zu lieben.

In der kriegerischen Zeit
Schlug sie zwischen Feinden Brücken,
Liebend überwand sie Streit,
Ließ sich nicht von Hass berücken,
Half, die Lehre zu verbreiten
Und die Welt zu Gott zu leiten.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Hedwig – Versöhnerin zwischen Deutschen und Polen

  1. akinom schreibt:

    Hedwig ist mein zweiter Namenstag und Vorname meiner Patentante. Mein Taufname ist Monika Hedwig Maria. Hedwigs bayerische Wurzeln habe ich auch, da mein Vater Bayer ist. Zu Polen habe ich keine verwandtschaftlichen Beziehungen, erinnere mich aber gerne an eine private Reise mit einer Freundin zum Geburtsort des Hl. Maximilien Kolbe, wo ihre Eltern wohnen und die Handkommunion unbekannt gewesen ist. Namenstag hat heute auch meine Schwester Margret und unser Enkelkind wird heute 7 Jahre alt. Mit allen werde ich mich gleich auf dem Altar bei der Eucharistischen Anbetung „treffen“. Ihnen, Frau Sperlich, Gottes Segen für Ihre „Baustellen“, die Sie so mutig beackern!

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