Ich schweige nicht.

Acht Tage in Deutschland.

Nacht zu Mo 26.10.: Brandanschlag auf das Auto einer Politikerin.
Nacht zu So 1.11.: Brandanschlag auf Auto und Grundstück einer prominenten katholischen Lebensschützerin.
Di 3.11.: Drohung mit Brandstiftung gegenüber einem katholischen Blogger und Lebensschützer.
Täter jedesmal im linken Spektrum, ausdrücklich politische Motive, Prahlerei mit der Tat, reichlicher Beifall von Gesinnungsgenossen.

Bereits vorausgegangen:

September 2014: Vandalismus gegen eine Schwangerenberatungsstelle und eine Apotheke.
Störungen beim Marsch für das Leben 2014 beinhalteten das Niederbrüllen einer Schweigeminute für die Euthanasieopfer des Nationalsozialismus sowie den Angriff auf den behinderten Sohn eines Politikers.
Störungen beim Marsch für das Leben 2015 beinhalteten eine stundenlange Sitzblockade, also massive Sabotage des Grundrechts auf Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit.
Hausverbote für friedliche Andersdenkende sind vor diesem Hintergrund keine große Sache mehr.

Links und rechts

Brüllt nieder, hemmt und fackelt ab, was stört –
Euch stört das Leben andrer und sein Schutz.
Zieht jeden, der euch fernsteht, in den Schmutz,
Und prahlt, daß morgen alle Welt euch hört.

Sperrt alle aus, die andre Meinung wagen,
Und droht mit Feuer dem, der widerspricht,
Ruft auf zu Lynchjustiz und Femgericht!
Bleibt anonym! Euch soll man nicht verklagen!

Dann schaut euch um, ihr kleinen grünen Linken –
Dann dreht euch um, ihr Springerstiefelglatzen –
Ihr könnt, im Herzen gleich, einander winken!

Verschiedne Stimmen und die gleichen Lieder!
Mir sind die einen wie die andern Fratzen
In gleicher Weise peinlich und zuwider.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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7 Antworten zu Ich schweige nicht.

  1. Theodred schreibt:

    Tolles Gedicht und offenbar von Herzen kommend.
    Vielleicht ist bekannt, dass es eine politisch stark verlinkte linke Fluchthilfe gibt. Anonymität ist den Linksradikalen also nur ein Mittel der Bequemlichkeit.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Willkommen auf diesen Seiten, Theodred, und Dank für den Kommentar!
      Ausdrücklich bekannt war mir das nicht, aber es passt ins Bild.

      • Theodred schreibt:

        Vielen Dank, auch wenn es eher eine Rückkehr nach längerer Pause ist🙂
        Anbei dann ein wenig Information über die Rote Hilfe, die allen ernstes ein e.V. ist:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Hilfe_%28Verein%29

      • Claudia Sperlich schreibt:

        Danke! Besonders interessant finde ich diesen Absatz: „Einem linksextremen Gewalttäter, der sich bei einem Polizisten, seinem Opfer, entschuldigt habe, wurde die Prozesskostenhilfe gekürzt. In ihrer Mitgliedszeitschrift schrieb der Verein dazu 2010, dass in Fällen, „bei denen es eine Distanzierung von der vorgeworfenen Tat oder eine Entschuldigung bei Polizist/-innen gab, […] in der Regel die Unterstützung abgelehnt oder gekürzt“ werde. Michael Csaszkóczy, Mitglied im Bundesvorstand, bekräftigte, wer die Tat, die ihm vorgeworfen wird, bereue, sei kein Fall für die Rote Hilfe.“

        Interessant vor allem deshalb, weil der Anfang des Artikels sich ja wirklich gut liest. Ich bin nämlich absolut für gute Haftbedingungen, Hilfe bei Prozessen, Unterstützung der Familien von Gefangenen (und zwar egal, weswegen die gefangen sind – weil auch die Familie eines Mörders nicht für seine Taten mitbüßen soll). Aber hier wird ja alles getan, um jede Untat eines Menschen, der sich nur eben „links“ nennt, zu glorifizieren.

      • Theodred schreibt:

        Das sehe ich auch so. Sippenhaft (im wortwörtlichen wie im übertragenen Sinne) ist in Deutschland wieder schwer in Mode. Was eine Familie dafür kann, dass ihr Hauptverdiener ein Doppelleben führte ist auch mir schleierhaft – oder warum sie dann von den Medien belästigt werden müssen.
        Andersherum erinnere ich mich an die Olympiaruderin, deren Freund ein Ex-NPD-Funktionär war, und sie darum nach Hause fahren musste.
        Und Politiker der Landtage, von Bundesparteien und sogar unseres Bundestages, die offen für eine Verbrecherhilfe eintreten, die Reue oder Mitleid als Fehler angibt…
        Mittlerweile ist es schon schwer verrückt, was in unserer Welt passiert.

  2. Pingback: Neue Drohung | Katholisch? Logisch!

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