Tulpen und was sonst noch schön ist

Von der Kirche kommend, habe ich in aller Ruhe die Gärten der Gegend betrachtet. Das gehört derzeit zu den lohnendsten Beschäftigungen überhaupt.

Baumblüte
Tulpen
TulpenTulpen
Magnolienblüte
TulpenTulpe
Traubenhyazinthen
TulpeTulpen
Narzissen
TulpeTulpe
TulpeTulpe
Rosskastanie

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Die ersten Mandelblüten

… kamen vorhin bei mir an – die Autorenexemplare der Paperback-Ausgabe meines Gedichtbandes Lass mich bekennen Deine Mandelblüte. Die ebenfalls bestellten Exemplare der gebundenen Ausgabe kommen leider erst nächste Woche.

Aber schon jetzt kann ich sagen: Schön ist es geworden! Papier- und Druckqualität gefallen mir sehr. Besonders froh bin ich, daß Doris Kollmanns Illustrationen so schön herauskommen.

Lass mich bekennen Deine Mandelblüte

Bei tredition kann man die gebundene Ausgabe natürlich ebenso wie diese schon bestellen – und auch bei mir, wenn man sie mit Widmung möchte, sowie in jedem Buchladen.

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Gedenkverbot

… gibt es zum Glück noch nicht, aber es gibt schon seltsame Diskussionen um das würdige Gedenken an die in Konzentrationslagern ermordeten Juden.

Ich bin, wie ich gerade lernte, intolerant, fordere aber Toleranz von anderen; die Begründung für diesen Vorwurf ist, daß ich es falsch finde, Israel Meir Lau, dem einstigen Oberrabbiner von Israel, untersagen zu wollen, beim March of the Living gemeinsam mit evangelikalen Christen der Opfer der Shoa zu gedenken.

Also noch mal langsam in Leichter Sprache:

Der frühere Oberrabbiner von Israel nimmt an einer Gedenkveranstaltung für ermordete Juden in Polen teil.
Evangelikale Christen nehmen auch an dieser Gedenkveranstaltung teil.
Der frühere Oberrabbiner von Israel hat damit kein Problem.
Menschen, die nicht an dieser Gedenkveranstaltung teilgenommen haben, haben damit ein Problem.
Das Problem ist: sie mögen die Evangelikalen nicht und sind deshalb gegen die Gedenkveranstaltung.
Auf der Veranstaltung sprachen zahlreiche Überlebende der Shoa.

Ich finde diese Veranstaltung (an der ich aus Gründen der Entfernung auch nicht teilgenommen habe) gut. Und zwar obwohl ich nicht evangelikal bin, sondern (wohl noch viel schlimmer!) katholisch.

Ein Grund der Ablehnung dieser Veranstaltung war, daß die evangelikalen Christen strikt gegen Abtreibung sind (also “rechtsradikal”). Mein Einwand, gegen den Mord an kleinen Kindern zu sein schließe nicht aus, auch gegen Genozid zu sein, wurde damit quittiert, daß es hier gar nicht um Abtreibung ginge.

Auf meine Frage, ob man denn meine, die armen Juden brauchen Hilfestellung, mit wem sie eine gemeinsame Gedenkveranstaltung machen dürfen, wurde mit einem bündigen “Ja” geantwortet.

Randbemerkung: Vor Jahren lernte ich eine alte Dame kennen, die als junge Frau während der Nazizeit in einer Klinik tätig war. Sie hatte dort in einem Labor im Keller zu Forschungszwecken konservierte Föten gesehen, was der frommen Katholikin ein bleibend abscheulicher Eindruck war.

Ja, so ist das mit der Logik, mit den Juden und mit der Solidarität. Und mit der Abtreibung. Wahrscheinlich auch mit den Hexen.

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Der Vorgarten wird bunter

Jeden Tag freue ich mich über irgendetwas neues in diesem schönen Vorgarten.

Immergrün, Narzissen, Schachblume und Tulpen, die ich schon in diesem Stadium mit leuchtend gelben Rändern an den grünen Knospen wundervoll finde.

Immergrün
Narzissen
Schachblume
Knospende Tulpen
Tulpenknospen
Tulpenknospe

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Reliquienhandel auf ebay

Es gibt da einen Spezi, der, wie es aussieht, vorzugsweise oder nur mit Reliquien handelt. Was er nach Kirchenrecht nicht darf. Aber immerhin habe ich durch ihn einen ganz unbekannten Heiligen kennengelernt: Sankt Zu Entschlüsseln, den Schutzpatron der Auktionatoren, der Kryptographen und der Fälscher.

sankt_zu_entschluesseln

Da muß ich doch gleich an Christian Morgenstern denken:

St. Expeditus
I

Einem Kloster, voll von Nonnen,
waren Menschen wohlgesonnen.

Und sie schickten, gute Christen,
ihm nach Rom die schönsten Kisten:

Äpfel, Birnen, Kuchen, Socken,
eine Spieluhr, kleine Glocken,

Gartenwerkzeug, Schuhe, Schürzen…
Außen aber stand: Nicht stürzen!

Oder: Vorsicht! Oder welche
wiesen schwarzgemalte Kelche.

Und auf jeder Kiste stand
›Espedito‹, kurzerhand.

Unsre Nonnen, die nicht wußten,
wem sie dafür danken mußten,

denn das Gut kam anonym,
dankten vorderhand nur IHM,

riefen aber doch ohn Ende
nach dem Sender solcher Spende.

Plötzlich rief die Schwester Pia
eines Morgens: »Santa mia!

Nicht von Juden, nicht von Christen
stammen diese Wunderkisten –

Expeditus, o Geschwister,
heißt er, und ein Heiliger ist er!«

Und sie fielen auf die Kniee.
Und der Heilige sprach: »Siehe!

Endlich habt ihr mich erkannt.
Und nun malt mich an die Wand!«

Und sie ließen einen kommen,
einen Maler, einen frommen.

Und es malte der Artiste
Expeditum mit der Kiste.

Und der Kult gewann an Breite.
Jeder, der beschenkt ward, weihte

kleine Tafeln ihm und Kerzen.
Kurz, er war in aller Herzen.

II

Da auf einmal, neunzehnhundert-
fünf, vernimmt die Welt verwundert,

daß die Kirche diesen Mann
fürder nicht mehr dulden kann.

Grausam schallt von Rom es her:
»Expeditus ist nicht mehr!«

Und da seine lieben Nonnen
längst dem Erdental entronnen,

steht er da und sieht sich um –
und die ganze Welt bleibt stumm.

Ich allein hier hoch im Norden
fühle mich von seinem Orden,

und mein Ketzergriffel schreibt:
Sanctus Expeditus – bleibt.

Und weil jenes nichts mehr gilt,
male ich hier neu sein Bild: –

Expeditum, den Gesandten,
grüß ich hier, des Unbekannten.

Expeditum, ihn, den Heiligen,
mit den Füßen, den viel eiligen,

mit den milden, weißen Haaren
und dem fröhlichen Gebaren,

mit den Augen braun, voll Güte,
und mit einer großen Tüte,

die den überraschten Kindern
strebt ihr spärlich Los zu lindern.

Einen güldnen Heiligenschein
geb ich ihm noch obendrein,

den sein Lächeln um ihn breitet,
wenn er durch die Lande schreitet.

Und um ihn in Engelswonnen
stell ich seine treuen Nonnen:

Mägdlein aus Italiens Auen,
himmlisch lieblich anzuschauen.

Eine aber macht, fürwahr,
eine lange Nase gar.

Just ins ›Bronzne Tor‹ hinein
spannt sie ihr klein Fingerlein.

Oben aber aus dem Himmel
quillt der Heiligen Gewimmel,

und holdselig singt Maria:
»Santo Espedito – sia!«

Ob es auf ebay auch Ablässe gibt, konnte ich in der Kürze der Zeit nicht herausfinden.

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Blütenmeere

Immer üppiger wird der Frühling, immer bunter!
Die Magnolie auf dem nahen Schillerplatz ist immer wieder eine besondere Freude.

Magnolie
MagnolieMagnolie
MagnolieMagnolie
MagnolieMagnolie
Magnolie

In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wachsen eine Japanische Zierquitte und eine Spiräe – beide kenne ich auch aus dem elterlichen Garten und bin ihnen daher besonders verbunden.

Japanische Zierquitte
Japanische ZierquitteJapanische Zierquitte
Spiräe

Gustav Falke
Der Tulpenbaum

Der Tulpenbaum hat über Nacht
All seine Blumen aufgemacht,
Die weißen Sterne leuchten weit
In ihrer keuschen Herrlichkeit.

Es ist, als hätts die Nacht bedacht,
Was Liebes sie dem Tag vermacht,
Damit von ihrem Märchenglanz
Ein Schimmer leb in seinem Kranz.

Er aber, überreich an Licht,
Bedarf der fremden Sterne nicht,
Und bald entblättert, schnell und sacht,
Das liebliche Geschenk der Nacht.

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Gegenstände oder Anderes

Im Keller eines Pflegeheims hängt dies Schild.

Gegenstände

Vordergründig ist die Botschaft klar: Der Keller soll nicht mit nutzlosem Krempel vollgestellt werden. Das leuchtet ein. Aber ich rätsle trotzdem. Denn es wird gebeten, nicht nur keine Gegenstände ohne einsichtigen Grund abzustellen, sondern auch nichts Anderes. Man soll also keine Gegenstände und außerdem keine Nicht-Gegenstände dort abstellen, wenigstens nicht ohne guten Grund.

Was aber ist etwas Anderes als Gegenstände, jedoch dinglich, also prinzipiell abstellbar? Mir fällt als Nicht-Gegenständliches (also “Anderes”) nur Abstraktes ein, allenfalls noch Lebendes (obwohl das im strengsten Sinne auch Gegenstand, da dinglich, ist) und, im allgemeinen Sprachgebrauch, Essen und Trinken. Gut – man soll keine Lebensmittel in den Keller mit Spinden und Werkstatt stellen. Auch keine Tiere – und zwar weder tote Tiere, die ohne Weiteres auch im allgemeinen Sprachgebrauch als Gegenstände bezeichnet werden können, noch lebende. Von Bewohnern (gleich ob lebend oder tot) ganz zu schweigen, aber ich hege die Hoffnung, daß darauf auch ohne dies Hinweisschild niemand käme.

Ich verstehe zu wenig von Philosophie, um mir ein abschließendes Urteil zu erlauben. Ehe ich dies Schild als unsinnig bezeichne, hätte ich gerne Josef Bordats Meinung dazu.

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Hörnchen im Frühlingswind

Endlich kann ich die Hörnchen wieder ohne störende, schlecht geputzte, spiegelnde Fensterscheibe zwischen uns sehen und ablichten. Dies hier wird von einem nicht allzu kalten, aber kräftigen Aprilwind gezaust – das stört es aber nicht beim Fressen. Es gibt ja auch Mandeln!

Eichhörnchen
Eichhörnchen

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Bilder zum Sonntag Misericordias Domini

Heute empfingen unzählige Kinder zum ersten Mal die Eucharistie – hier in St. Marien in Berlin-Friedenau in einer sehr frohen und schönen Meßfeier und bei strahlendem Wetter.
Mögen die Kinder zu frohen und tapferen Christen heranwachsen! Mögen sie ein Beispiel sein und bleiben für die so oft erstarrten und resignierten Erwachsenen!

Von den Kindern haben Eltern und Photographen genug Bilder gemacht – ich muß mich daran nicht beteiligen und darf es ohne Einwilligung auch gar nicht. Außerdem möchte ich während der Messe lieber beten als knipsen. Aber die Kirche, diese wunderschöne Kirche, die hat nichts dagegen, von mir abgelichtet zu werden! Weil ich erst zehn Minuten vor Beginn der Messe da war, bekam ich nur einen Platz auf der ausnahmsweise zugänglichen Empore. (Die Treppe ist ein Hinweis darauf, daß Organisten schlank und schwindelfrei sein sollten.) So hatte ich die Möglichkeit, direkt nach der Messe aus ungewohnter Perspektive Bilder zu machen.

St Marien Friedenau - Treppe zur EmporeSt Marien Friedenau - Treppe zur Empore
St Marien Friedenau
St Marien FriedenauSt Marien Friedenau
St Marien FriedenauSt Marien Friedenau
St Marien Friedenau
St Marien FriedenauSt Marien Friedenau
St Marien Friedenau
St Marien FriedenauSt Marien Friedenau

Zum heutigen Sonntag Misericordias Domini noch einmal ganz deutlich:
Er denkt an Sein Erbarmen.

St Marien Friedenau

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Soll man Doofheit beantworten?

Meistens ist es sinnlos. Manchmal reizt es mich doch, und wer weiß – vielleicht hilft es ja auch auf irgendeine Art einem nicht völlig Doofen weiter.
Unter einem Artikel über einen törichten jungen Menschen, der sich dem IS anschloß, steht dieser Kommentar:

Religiotische Verblendung!!!! Das nennt man so, weil Religioten solchen Scheiß glauben.
Man kann das nur beenden, wenn man diese Religionen abschafft. Und zwar ALLE!!!!
Glauben durch Wissen ersetzen. Und dann tatsächlich zu leben beginnen. Sich nicht als Sünder sehen, sondern als aufgeklärten Menschen. Nicht auf das Glück im jenseits warten, sondern im JETZT alles dafür tun, um glücklich zu sein.
Nicht alle Schuld auf den lieben Gott schieben, egal wie man ihn nennen will, sondern selber die Verantwortung tragen.

Aber was macht das ganze Gerede für Sinn, so lange man an Götter glaubt und sich nieder kniet.

Wenn ich so nett gefragt werde (trotz des Schlußpunktes interpretiere ich den letzten Satz als Frage), kann ich natürlich nicht einfach stumm bleiben, das wäre unhöflich. Außerdem ist heute der Sonntag Misericordias Domini.

Zunächst geht es dem Fragenden darum, “diese” Religionen (offenbar pathologische Konstrukte, wie ich dem Ausdruck “religiotisch” entnehme) abzuschaffen – nicht nur die gewalttätige Spielart des Islam, um die es in dem Artikel geht, sondern “ALLE”. Nun, das haben die französischen Revolutionäre sowie Hitler, Stalin und Pol Pot vergeblich versucht, derzeit versucht der amtierende Sproß der Kim-Sippe es, und es will und will nicht gelingen. “Man” darf natürlich nicht aufgeben.

Glauben durch Wissen ersetzen impliziert, daß es sich um gegensätzliche Dinge handelt. Aber Blau ist nicht das Gegenteil von Gelb, sondern eine andere Farbe – und Glauben ist nicht das Gegenteil von Wissen, sondern eine andere Sache. Beides zusammen gibt im ersten Falle Grün (steht mir hervorragend), im zweiten Falle Intelligenz (dito).

Tatsächlich zu leben beginnen – ja, das ist eine gute Idee. Ich habe sie umgesetzt, als ich mich mit 22 Jahren taufen ließ. Ich kann es nur empfehlen! Leben in Fülle – Leben, das niemals endet! Leben in der Geborgenheit Gottes, selbst in existenziellen Nöten (die ich durchaus kennengelernt habe), selbst aus tiefer Verzweiflung herausgerissen werden, trotz aller Widrigkeiten immer zuversichtlicher werden, ohne die Augen vor irgendwelcher Not zu verschließen – das kommt heraus, wenn man durch Taufe und Firmung tatsächlich zu leben beginnt.

Sich nicht als Sünder sehen, sondern als aufgeklärten Menschen – da sind wir wieder bei Blau und Gelb. Wäre ich nicht ein aufgeklärter Mensch mit kritischem Verstand, so könnte ich mich vermutlich gar nicht in aller Schärfe als Sünderin sehen. Tu ich aber. Ich kann es empfehlen. Man nennt es Selbsterkenntnis.

Nicht auf das Glück im jenseits warten, sondern im JETZT alles dafür tun, um glücklich zu sein. Zunächst einmal kann man in diesem Leben nur dann verhältnismäßig viel zu seinem eigenen weltlichen Glück tun, wenn man sehr privilegiert ist. Die meisten Menschen haben diese Möglichkeit nicht. (Ich hätte gewaltige Hemmungen, einem nordkoreanischen Christen in einem der dortigen Konzentrationslager zu empfehlen, er möge alles Erdenkliche für sein Glück tun.) Ich versuche in der Tat, für mein eigenes Glück und für das meiner Mitmenschen etwas zu tun – immer im Bewußtsein, daß alles, was ich tun kann, Stückwerk ist. Für das eigene Glück alles und infolgedessen für das der anderen nichts tun ist Egoismus, den ich versuche, zu vermeiden. Nicht, daß mir das immer gelingt – vgl. den vorigen Absatz.

Nicht alle Schuld auf den lieben Gott schieben ist eine dem Christentum innewohnende Haltung. Gott ist frei von Schuld. Böses kann nicht von Gott kommen – es kommt ursprünglich von Seinem Feind, der auch Feind aller Menschen ist, und auf diesem Umweg von Menschen. Leider von allen denk- und handlungsfähigen Menschen, was wiederum mit der Erbsünde und mit dem Mißbrauch der Freiheit zu tun hat (Näheres bitte im Katechismus der Katholischen Kirche oder bei Josef Bordat recherchieren; ich muß das Rad nicht neu erfinden).

Selber die Verantwortung tragen ist die logische Konsequenz aus dem Christentum. Wenn Gott – wie die Kirche lehrt – existiert, vollkommen gut ist, das Böse nicht wollen kann, den Menschen erschaffen und mit der Möglichkeit der freien Entscheidung ausgestattet hat, dann ist jeder vernunftbegabte und handlungsfähige Mensch folglich für alles, auch das Böse, was er selbst tut oder bewirkt, selbst verantwortlich. Weil das so ist und weil Menschen nun einmal zum Mißbrauch ihrer Freiheit neigen, gibt es das Sakrament der Versöhnung – die Beichte. Hier kann ein Christ ohne jede Beschönigung und Schonung seiner selbst seine Sünden bekennen und sich der Verantwortung stellen. Indem er das tut, werden die Sünden vergeben. Zur Buße gehört, die Verantwortung ernstzunehmen.
Und natürlich ist jeder Mensch auch für seine guten Taten selbst verantwortlich, insofern er sie selbst plant und ausführt (auch wenn die Planung im Mitmachen nach Anleitung bei einer guten Sache besteht). Verantwortungsvolles Handeln wird durch die Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung möglich.

Aber was macht das ganze Gerede für Sinn, so lange man an Götter glaubt und sich nieder kniet. Ich hoffe, das beantwortet zu haben. Ich glaube an den einen Gott, und vor Ihm und keinem anderen knie ich nieder. Vor keinem anderen – auch nicht vor unerzogenen Atheisten.

Ein neues, für mich ungewöhnliches Label habe ich nun auch – denn so viel Grobheit muß in diesem Falle sein, auch oder gerade am heiligen Sonntag: Wenn Atheisten für Religionskritik zu doof sind.

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